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Ikigai - die Freude am Tun

Autorenbild: Mark Ehrsam
Mark Ehrsam
16. Okt.
3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 6 Tagen

Was bringt dich morgens mit einem Lächeln aus dem Bett? Was lässt dich die Zeit vergessen? Und was gibt deinem Leben Freude und Bedeutung?


Manchmal sind es die grossen Dinge im Leben. Eine Reise, ein besonderer Erfolg oder ein lang ersehnter Traum. Doch oft sind es die kleinen Momente. Ein gutes Gespräch. Ein Spaziergang im Wald. Gemeinsam lachen. Etwas Neues ausprobieren. Oder einen Bogen spannen und einen Pfeil fliegen lassen.


Was bedeutet Ikigai?


Ikigai stammt aus Japan und lässt sich ungefähr mit «das, wofür es sich zu leben lohnt» übersetzen.

Dabei geht es um das, was unserem Leben Freude, Wert und Sinn gibt. Das muss weder eine grosse Berufung noch ein aussergewöhnliches Lebensziel sein. Für manche Menschen liegt ihr Ikigai in der Familie. Für andere in Freundschaften, der Natur, einer Leidenschaft oder einer Tätigkeit, die ihnen besonders viel bedeutet. Und manchmal sind es mehrere Dinge gleichzeitig.

Ikigai muss weder spektakulär noch mit Erfolg verbunden sein. Es geht um das, was unser Leben lebenswert macht.


Die Freude am Augenblick


Wir sind es gewohnt, in Zielen zu denken. Was möchte ich erreichen? Was muss ich verbessern? Was kommt als Nächstes? Dabei vergessen wir manchmal, den Weg dorthin zu geniessen.

Beim intuitiven Bogenschiessen lässt sich das wunderbar beobachten. Natürlich gibt es ein Ziel. Eine Scheibe, einen Kreis oder vielleicht einen Luftballon. Doch das eigentliche Erlebnis beginnt lange bevor der Pfeil dort ankommt. Du findest deinen Stand. Spürst den Bogen in deiner Hand. Richtest dich aus. Spannst die Sehne. Und lässt los. Vielleicht triffst du. Vielleicht auch nicht.

Aber du hast etwas erlebt. Und vielleicht war genau dieser Moment schon Grund genug, den Bogen in die Hand zu nehmen.


Wenn aus Tun Freude wird


Kennst du dieses Gefühl, wenn du etwas so gerne machst, dass du die Zeit vergisst?

Du bist ganz bei der Sache. Musst dich nicht ständig motivieren. Du tust es einfach, weil es dir Freude macht. Dieses völlige Aufgehen in einer Tätigkeit wird häufig als Flow bezeichnet.

Beim Bogenschiessen kann genau das passieren. Ein Pfeil folgt dem nächsten. Du probierst etwas aus, veränderst deine Bewegung, lachst über einen Fehlschuss und freust dich über einen gelungenen Treffer. Plötzlich merkst du, dass eine Stunde vergangen ist. Nicht, weil du besonders viel geleistet hast. Sondern weil du ganz in deinem Tun aufgegangen bist. Flow und Ikigai sind zwar nicht dasselbe. Doch wenn dir eine Tätigkeit immer wieder Freude bereitet und etwas bedeutet, kann sie durchaus Teil deines persönlichen Ikigai sein.


Es muss nicht immer einen tieferen Sinn haben


Vielleicht ist das einer der schönsten Gedanken, die wir mit Ikigai verbinden können. Nicht alles, was uns Freude bereitet, muss gleichzeitig nützlich, produktiv oder erfolgreich sein. Wir dürfen Dinge einfach deshalb tun, weil wir sie gerne tun. Spielen. Lachen. Ausprobieren. Neugierig sein.

Wann haben wir eigentlich damit aufgehört, solche Dinge als ausreichend wichtig anzusehen?

Ein Nachmittag mit Freunden kann wertvoll sein, ohne dass dabei etwas entsteht. Ein Spaziergang kann guttun, ohne dass wir eine bestimmte Anzahl Schritte erreichen. Und eine Stunde Bogenschiessen kann wunderbar sein, auch wenn kein einziger Pfeil mitten ins Goldene trifft.

Freude braucht nicht immer eine Begründung.


Der Bogen als Einladung


Für mich verbindet das intuitive Bogenschiessen vieles, was das Leben bereichern kann. Bewegung, Natur, Konzentration, Neugier und die Freude am Ausprobieren. Manchmal schiesst du ganz für dich. Manchmal gemeinsam mit anderen. Mal ruhig und konzentriert. Mal voller Energie und mit einem herzhaften Lachen. Du musst dabei nichts beweisen. Du darfst einfach erleben.

Und vielleicht entdeckst du etwas, das du gerne öfter in deinem Leben haben möchtest. Mehr Leichtigkeit. Mehr Zeit für dich. Mehr gemeinsame Erlebnisse. Oder einfach mehr von dem, was dir Freude macht. Bogenschiessen muss nicht dein Ikigai werden. Aber vielleicht schenkt es dir einen dieser kleinen Momente, die das Leben besonders lebenswert machen.


Was ist dein Ikigai?


Vielleicht lohnt es sich, diese Frage ab und zu zu stellen.


  • Was mache ich wirklich gerne?

  • Wann fühle ich mich lebendig?

  • Was gibt meinem Alltag Freude und Bedeutung?


Die Antwort muss nicht sofort kommen. Und sie muss auch nicht für immer dieselbe bleiben.

Vielleicht gibt es nicht das eine grosse Ikigai, sondern verschiedene Dinge, die deinem Leben Sinn und Freude schenken. Vielleicht verändern sie sich mit den Jahren, mit deinen Erfahrungen und mit dem, was dir gerade wichtig ist. Und manchmal entdeckst du sie ganz unerwartet. Bei einem Gespräch. In der Natur. Beim Spielen. Oder mit einem Bogen in der Hand.


Denn vielleicht geht es im Leben nicht immer darum, ins Schwarze zu treffen. Sondern darum, das zu entdecken, was unser Leben lebenswert macht.


Bogenkraft – Triff das Leben!

 
 
 

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